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Werkzeug für Naildesign

Professionelles Nageldesign hat nicht mehr viel mit Poliersand und -tuch aus Omas Zeiten zu tun, auch wenn das Prinzip das selbe geblieben ist: Es geht nach wie vor darum, den Nagel in Form zu feilen, seine Oberfläche glatt und rillenlos zu bekommen um ihn anschließend auf Hochglanz zu polieren. Also im Prinzip das, wozu heute als All-in-One-Tool der Buffer dient. Er ist ein schwammähnlicher Klotz mit einer Art Schleifpapier in unterschiedlichen Härtegraden an den Seiten. Mit der gröbsten beginnt man und glättet die Nageloberfläche. Auch lösen sich hierbei oberflächliche Verfärbungen, die beispielsweise entstehen können, wenn man oft dunklen Lack ohne schützenden Unterlack trägt. Weiter arbeitet man sich mit den immer feiner werdenden Seiten vor. Schließlich kommt die letzte Seite des Buffers zum Zuge: Eine samtartige Gummierung, die den Nagel nicht nur glänzend poliert, sondern auch gleichzeitig versiegelt. Den Buffer eignet sich ideal für den Hausgebrauch, er ist schnell, schonend und effektiv. Vorher natürlich steht ausgiebige Pflege an – am besten mit einem Pro Pusher, der überflüssige Nagelhaut zurückschiebt und entfernt.

Es gibt aber auch noch einige Werkzeuge, die – größtenteils – den Profis vorbehalten sind. Denn während wohl die meisten von uns Werkzeuge wie Feilen, Scheren, Knipser oder Pro Pusher im heimischen Badezimmerschrank beherbergen, sieht es bei Spezialwerkzeug wie Nailartpinsel, Gel-Pinsel, Zeletten, Cutter, Fräser, einem Dotting Tool schon anders aus. Das meiste davon kennen wahrscheinlich nur jene, die Wert auf individuell gestylte Nägel – wobei der Natur dann auch ruhig mit Gel & Co. nachgeholfen werden kann – legen. Nailart ist hier das Zauberwort, und es gibt nichts, was nicht möglich ist: Feinste Miniaturbilder, Ornamente, Muster, gar Glitzersteine landen auf den Nägeln der derart modebewussten Frau. Die ausgebildete Nagel-Stylistin oder Nail-Designerin malt diese per Hand mit Hilfe von einem Nailartpinsel. Wenn es nicht ganz so fein werden muss, tut es auch ein Air Brush Tool. Dazu werden Schablonen mit dem gewünschten Motiv auf den Nagel gelegt, es wird losgesprüht, die Schablone abgezogen und ruck zuck ist das Nagelkunstwerk im Graffiti-Style fertig! Aber auch bei klassischeren Varianten wie beispielsweise der French Manicure kommen Schablonen zum Einsatz: Hier werden halbmondförmige Schablonen auf die Nagelspitze gelegt, wodurch dieser seinen typischen Look erhält, und zwar in einer Präzision, die man mit freier Hand nie hinbekommen würde. Zum Abschluss noch fix Versieglungsgel aufgetragen und fertig.

Die wohl einfachste und schnellste Art, die Nägel zu verzieren, ist aber das Stamping, das sich sowohl für Kunst- als auch Naturnägel eignet. Beim Stamping wird ein Stamping-Lack auf das gewünschte Motiv einer Stamping-Schablone aufgetragen, über welches dann mit einem Stempel gerollt wird. Den Stempel wiederum rollt man über den Nagel. Jetzt noch versiegeln, fertig! Top, wer dazu Versieglungsgel und oder ein UV-Lichthärtungsgerät benutzen kann!

Noch vielseitiger ist das Dotting Tool, das sich für French-, Strass-, Mosaik- oder Marmoriertechniken verwenden lässt.

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